«Leute, die anderer Meinung sind, werden weggesperrt»: Wirbel um Corona-Aussage von Ueli Maurer



Ueli Maurer sorgt mit einer Aussage für Aufsehen. Am Samstag hielt er eine Rede an der virtuellen Delegiertenversammlung der SVP – live gestreamt im Internet. In einem Ausschnitt, den die SVP am Sonntag auf Facebook stellte, kommt Maurer auf angebliche Intoleranz im Umgang mit Meinungen zur Coronakrise zu sprechen:


Ich erhalte oft Briefe von Leuten, die mir genau das sagen - sie sind anderer Meinung, sie möchten das zum Ausdruck bringen. Und sie werden weggesperrt.

Der Bundesrat erzählt, dass er am Tag zuvor ein Video gesehen habe. «Die Polizei hat einen älteren Mann, der demonstriert hat, abgeführt.» Maurer macht ein schmerzverzerrtes Gesicht, schüttelt den Kopf und sagt:

Solche Dinge tun mir weh in einer Demokratie.

Glaubt Ueli Maurer tatsächlich, dass in der Schweiz Menschen «weggesperrt» werden, weil sie bei Corona anderer Meinung sind? Und von was für einer Verhaftung spricht er? Maurers Sprecher sagt auf Anfrage dazu nur: «Auf die Äusserungen von Bundesrat Maurer an der SVP-Delegiertenversammlung gehen wir nicht näher ein.»



Bei dem Video, das Ueli Maurer gesehen hat, scheint es sich um eine Aufnahme vom letzten Donnerstag aus Ebikon im Kanton Luzern zu handeln – auch wenn Maurers Sprecher dazu nichts sagen will. Darin schreit ein älterer Mann wie am Spiess, als ihm zwei Polizisten Handschellen anlegen. Die Stimmung ist aufgeheizt, von Fehlverhalten der Polizei ist aber nichts zu sehen. Der Clip kursiert seit Tagen in den sozialen Medien und hat alleine auf Facebook fast 400'000 Aufrufe.


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