Die unheimlich netten Q-Schweizer: Radikale Verschwörungs-Bewegung breitet sich hierzulande aus


Das Video strotzt vor monumentaler Symbolik. Blitze schiessen durch den computergenerierten Himmel, der vom goldenen Schriftzug «Das grosse Erwachen» überzogen ist. Ein Sprecher aus dem Off redet über Prominente, Politiker, Hollywood-Schauspieler, die Kinder sexuell missbrauchen. Die Stimme donnert: «Zieht die Rüstung Gottes an, damit Ihr gegen die Pläne des Teufels antreten könnt. Unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Mächte dieser dunklen Welt.» Eine Chatnachricht auf der Plattform Telegram vom gleichen User zu einem Video von Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga: «Auch sie wird noch zur Rechenschaft gezogen.»


Der Mann, der die Nachrichten in den Gruppenchat stellte, wirkt bei einem Gespräch in seiner Wohnung sanft wie ein Lamm. Ein 46-jähriger Solothurner, der wegen seiner Multiplen Sklerose im Rollstuhl sitzt. Wenn er spricht, wirkt er nicht wütend, sondern nett und im Gespräch angenehm. Er nennt sich selbst einen «digitalen Soldaten». Einen Soldaten der QAnon-Verschwörungsbewegung.


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Bildquelle: Anthony Crider, CC BY 2.0