Der Zuger Anwalt und die Millionen aus Angola

Eine Korruptionsaffäre in Angola soll über eine Zuger Holding abgelaufen sein. Deren Präsident: ein CVP-Politiker.


14 Jahre lang sass ein Zuger Wirtschaftsanwalt und ehemaliger CVP-Lokalpolitiker im Verwaltungsrat der Holding. Er gründete sie – er war während Jahren ihr Präsident. Laut Recherchen des «International Consortium of Investigative Journalists» tat er dies im Auftrag von Sindika Dokolo, dem Schwiegersohn des Langzeit-Präsidenten von Angola.


Die Holding soll eine entscheidende Rolle gespielt haben in Geschäften von Dokolo, mit denen er mutmasslich von hunderten Millionen Franken an öffentlichen Geldern Angolas profitierte. Notabene ein Land, in dem ein Drittel der Menschen unter der Armutsgrenze lebt. Der Organisation «Platform to Protect Whistleblowers in Africa» wurden hunderttausende Dokumente zugespielt, die Selbstbereicherung durch die angolanische Präsidentenfamilie belegen sollen. Die Whistleblower-Organisation teilte die Dokumente wiederum mit dem internationalen Journalisten-Netzwerk. Diese nannte die Veröffentlichungen «Luanda Leaks». In der Schweiz waren die Tamedia-Zeitungen an den Recherchen beteiligt.


Laut diesen war die vom Zuger Anwalt präsidierte Holding in zwei Geschäfte involviert: Die gemeinsame Übernahme einer Genfer Juwelierfirma durch ein angolanisches Staatsunternehmen und den Präsidententen-Schwiegersohn sowie die Übergabe von Aktien durch den staatlichen Erdölkonzern an Dokolo, die 400 Millionen Euro Gewinn abwarfen.

Der Zuger Anwalt sagt gegenüber CH Media, er habe 100000 Franken im Jahr für sein Mandat erhalten: «Dafür habe ich ungefähr 25 bis 30 Stunden im Monat gearbeitet.» Für ihn ist das der «übliche Anwaltstarif auf dem Platz Zug».


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