Behörden werten Handydaten von unzähligen Unbeteiligten aus


Es handelt sich wohl um die weitreichendste derartige Massnahme, die in der Schweiz bisher angewandt wurde: Zehntausende, vielleicht auch hunderttausende unbescholtene Bürger gerieten letztes Jahr ins Visier der Waadtländer Staatsanwaltschaft. Wenn sie zur falschen Zeit in einem bestimmten Gebiet waren, wurde ihre Anwesenheit registriert und aufgezeichnet, an wen sie SMS schrieben und mit wem sie telefonierten.


Der Grund für die Überwachung der eigenen Bevölkerung: Die Strafverfolger suchen die Täter einer Serie von Überfällen auf Geldtransporter, die in der Westschweiz für Empörung sorgten. Mit Kalaschnikows und Sprengstoff raubten die Kriminellen jeweils nachts die wertvolle Fracht aus sechs Geldtransportern. Sie erbeuteten Millionen.


Wie nun bekannt wird, nutzten die Waadtländer Staatsanwälte in ihrer Untersuchung ein umstrittenes Mittel in einem Mass, wie man es in der Schweiz davor nicht gekannt hat. Den sogenannten Antennensuchlauf. Die Behörden erfahren damit, welche Handys in einem bestimmten Zeitraum an einer bestimmten Antenne eingewählt waren. Sie sehen, mit wem diese Menschen telefoniert oder SMS geschrieben haben. Und wer sich wo genau für wie lange befand.


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Grafikquelle: CH Media